27. Jun. 2018

Was ist «Object Storage» und warum betrifft es auch Ihr Unternehmen?

Der «Object Storage» ist im Vergleich zu herkömmlichen Storage Systemen wie Datei- oder Blockspeicher noch relativ neu. Was also ist «Object Storage» genau? Sie können es sich als eine Art unstrukturierten Datenspeicher vorstellen, der die Beschränkungen der Skalierung herkömmlicher Dateispeicher beseitigt.


Anders als die Adressierungshierarchie, die beim herkömmlichen Dateispeicher verwendet wird, verwendet der Objektspeicher ein Dateisystem, das unbegrenzt wachsen kann. Daher ist es in der Lage, riesige Mengen an unstrukturierten Daten wie Audio, Video, E-Mails und Dokumenten aller Art zu speichern.

Eine visuelle Darstellung des Objektspeichers zeigt Ihnen folgendes Video:


Es gibt mehrere Faktoren, die in den letzten Jahren zu einem starken «Object Storage» geführt haben.

Warum «Object Storage»?

 

  • Stufenlos skalierbar
    Im Gegensatz zu Datei- oder Blockspeicher ermöglicht der «Object Storage» eine grenzenlose Skalierbarkeit. Während der Dateispeicher viele Millionen Dateien enthalten kann, werden Sie irgendwann eine Obergrenze erreichen. Mit unstrukturierten Daten, die um 50% pro Jahr wachsen, stossen immer mehr Nutzer an diese Grenzen oder erwarten dies in der Zukunft.

  • Skalierung der Architektur
    Der «Object Storage» macht es einfach, klein zu beginnen und zu wachsen. Im Enterprise-Storage Bereich ist ein einfaches Skalierungsmodell gold wert. Der Scale-out-Storage ist so einfach wie möglich: Sie fügen einfach einen weiteren Node zum Cluster hinzu und die Kapazität wird in den verfügbaren Pool eingeklappt.

  • Anpassbare Metadaten
    Während Dateisysteme über Metadaten verfügen, sind die Informationen begrenzt und einfach gehalten (Datum und Uhrzeit der Erstellung, Datum und Uhrzeit der Aktualisierung, Eigentümer usw.). «Object Storage» ermöglicht es Benutzern, so viele Metadaten-Tags wie nötig anzupassen und hinzuzufügen, um das Objekt später leichter zu finden. Zum Beispiel könnte eine Röntgenaufnahme Informationen über das Alter und die Grösse des Patienten, die Art der Verletzung und vieles mehr enthalten.

  • Hohe Performance
    Frühe «Object Storage» Systeme priorisierten Leistung nicht, dies hat sich aber in den letzten Jahren geändert. Objektspeicher können jetzt eine hohe Durchsatzleistung bieten, was sie für das Streaming grosser Dateien ideal macht. Ausserdem hilft das Einschränkungen im Objekt Netzwerk zu beseitigen. Dateien können parallel über mehrere Pipes gestreamt werden, wodurch die nutzbare Bandbreite erhöht wird.

  • Flexible Datenschutzoptionen
    Zum Schutz vor Datenverlust verwenden die meisten Speicheroptionen feste RAID-Gruppen (Gruppen von Festplatten, die miteinander verbunden sind), manchmal in Kombination mit der Datenreplikation. Das Problem ist, dass diese Lösungen in der Regel zu einer einheitlichen Datensicherung führen. Sie können die Schutzstufe nicht für unterschiedliche Datentypen anpassen.

    Der «Object Storage» verwendet ein flexibles Werkzeug, das als Lösch-Codierung bezeichnet wird und in mancher Hinsicht dem altmodischen RAID ähnelt, jedoch weitaus flexibler ist. Daten werden nach Bedarf über mehrere Laufwerke oder Nodes verteilt, um den erforderlichen Schutz für diesen Datentyp zu erzielen. Zwischen der Lösch-Codierung und der konfigurierbaren Replikation ist der Datenschutz sowohl robuster als auch effizienter.

  • Unterstützung für Industriestandards
    Zu Anfangszeiten zeigten wenige Anwendungsentwickler Interesse daran, an dieser Object Schnittstellen zu schreiben. Dann hat Amazon den Simple Storage Service oder "S3" erstellt. Sie erstellten auch eine neue Objektspeicherschnittstelle, auch "S3" genannt. Die S3-Schnittstelle ist mittlerweile ein Standard für die Objektspeicherdatenübertragung.

    Die Existenz eines Standards hat Vorteile gebracht. Jetzt haben S3-Anwendungsentwickler einen stabilen und wachsenden Markt für ihre Anwendungen. Und Serviceanbieter und S3-Speicheranbieter wie Cloudian haben eine wachsende Benutzergruppe, die diese Anwendungen bereitstellt. Die Kombination schafft die Voraussetzungen für ein schnelles Marktwachstum.

  • Niedrigere Gesamtbetriebskosten (TCO)
    Kosten sind immer ein Faktor beim Storage. Und Objekt bietet die überzeugendste Geschichte, sowohl in Hardware / Software-Kosten als auch in Verwaltungskosten. Durch die Möglichkeit, klein zu beginnen und zu skalieren, minimiert der «Object Storage» sowohl in Form von zusätzlichem Personalbestand als auch durch ungenutzten Speicherplatz den Ausschuss.


Infoniqa ist Cloudian Partner und bietet mit ihrer SWISS3CLOUD selbst eine S3-Object Storage Lösung an mit entsprechender S3 Schnittstelle. Fragen Sie uns an, gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung.

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Marco
Reinhard

CIO