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Die S3 API – Warum S3 nicht gleich S3 ist

25. März 2019

Ein spannender Bericht darüber, wann eine S3 Schnittstelle auch wirklich S3 ist – und wann die Gefahr besteht, dass der Objektspeicher nicht unterstützt wird.

Nicht immer handelt es sich bei S3 um S3. Aber warum? (Bild: Infoniqa)

Bestimmt wird niemand widersprechen, dass sich die S3 Schnittstelle von Amazon, als de facto Standard für Objektspeicher am Markt durchgesetzt hat.

Andere Protokolle wie SWIFT geniessen weitestgehend noch Exotenstatus und finden meist nur noch im Bereich von OpenSource Beachtung.

Applikations-Hersteller, welche Ihre Produkte Backup2Cloud oder Archive2Cloud ready machen, setzen als erstes auf die S3 API.

Aber ist S3 wirklich immer S3? Mit Nichten.

Da es sich bei S3 nicht um einen Industrie-Standard handelt, gibt es auch keine entsprechenden Zertifizierungen, die seitens der Objektspeicher-Hersteller erfüllt werden müssen.

Die S3 API nutzt über 400 API Commands, von denen die meisten Applikationen nicht alle benötigen. Allerdings unterstützen die meisten Objektspeicher-Hersteller nicht einmal 50% dieser Commands. Die Gefahr einer Inkompatibilität ist daher schnell gegeben, sollte eine Applikation einen S3 API Command benötigen, welchen der Objektspeicher nicht unterstützt. Was wird also passieren? Unter Umständen wird Ihre Applikation nicht in allen Features funktionieren.

Wieso ist das so? Objektspeicher gibt es bereits seit den späten 90er Jahren und die meisten der bekannten Speicher-Hersteller bieten bereits seit den 2000ern entsprechende Produkte an. Jedoch hat jeder dieser Hersteller, mangels Industrie-Standard, eine eigene Objektspeicher-Schnittstelle entwickelt. Da sich nun S3 als der de facto Standard abzeichnet, sind die Speicher-Hersteller dazu übergegangen, Ihr eigenes Protokoll in S3 zu übersetzen. Dies funktioniert jedoch meist nur bei den Basic-Commands.  Um S3 vollumfänglich zu unterstützen, wäre bei den meisten Herstellern eine komplette Neuentwicklung nötig um ein Produkt mit nativem S3 Support anbieten zu können. Dies wäre jedoch sehr zeitaufwendig und kostspielig.

Um Ihre Investition in einen Objektspeicher zu schützen, sollten Sie als Kunde sicherstellen, dass sie sich für einen Objektspeicher entscheiden, welcher ein natives S3 anbietet.

Sicherlich werden Sie mit einer Applikation den Einstieg in die Objektspeicherwelt starten. Und sicherlich wird dies eine der bekannten Applikationen sein, welche von den meisten Speicher-Herstellern unterstützt wird. Jedoch zeichnen sich die Vorteile eines Objektspeichers erst ab, wenn dieser skaliert und als zentrale Plattform für mehrere Applikationen und Dienste zur Verfügung steht.  Quasi der Data-Lake für unstrukturierte Daten.


Wenn Sie sich mit dem Thema Objektspeicher beschäftigen und Beratung wünschen, stehen Ihnen die S3-Experten von Infoniqa gerne zur Verfügung.



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Michael Heegewald
Managing Director (Zürich)

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